Von Redaktion.
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Veröffentlicht am Dienstag, den 14. Juni 2011 um 00:00 Uhr.
Die englische Autostadt Dagenham, 1968. Als außergewöhnlich würde Rita O´Grady (Sally Hawkins) sich selbst kaum beschreiben. Sie hat genug damit zu tun, Job und Familie unter einen Hut zu bringen. In der Ford-Fabrik ist sie eine von 187 Frauen, die unter einfachsten Bedingungen Autositze zusammennähen - ein
anspruchsvoller Knochenjob, den sie klaglos und mit viel Humor erledigt. Als das Management jedoch beschließt, Rita und ihre Kolleginnen als ungelernte Arbeitskräfte einzustufen, ist Schluss mit lustig. Rita tritt gemeinsam mit Gewerkschaftsvertreter Albert (Bob Hoskins) den Chefs gegenüber und erweist sich dabei als überraschend clevere Verhandlungspartnerin. Zunächst belächelt und selbst vom eigenen Gatten (Daniel Mays) unterschützt, mausert sie sich zu einer echten Powerfrau und führt die Näherinnen in den ersten Frauenstreik der britischen Geschichte. Was wie eine lokale Petitesse beginnt, entwickelt sich zu einer nationalen Angelegenheit, in die selbst Barbara Castle (Miranda Richardson), die feurige Rote im britischen Kabinett, nur zu gerne eingreift. Die historische Auseinandersetzung um Sex Equality, die den englischen Frauen 1970 ein Gleichstellungsgesetz bescherte, schildert We want Sex als vergnüglichen Geschlechterkampf.