Die Killerpilze starten einen neuen Angriff. Die dreiköpfige Rockband aus Dillingen an der Donau ist vor ungefähr fünf Jahren bundesweit bekannt geworden
und das erste Album wurde über 140.000 Mal verkauft und hat sogar eine Goldauszeichnung bekommen. Aber das war nur der Anfang, denn jetzt bringen die Jungs bereits ihr viertes Album Ein bisschen Zeitgeistheraus. CHEXX sprach mit Jo, Fabi und Max von den Killerpilzen.
CHEXX Das aktuelle Album ist gerade auf dem Markt und die erste Single ist schon ein bisschen eher herausgekommen, die heißt Komm, komm.com
, und da habt ihr ein ziemlich witziges Video in Berlin gedreht.
Johannes Halbig (Jo) Genau, wir waren im Januar zwei Tage in Berlin und haben gedreht, haben alle unsere Freunde eingeladen und sie gebeten ob sie nicht bei uns im Video mitspielen wollen. Und dann sind wir quasi mit einer Handykamera durch Berlin, die ganzen Spots abgelaufen…
Fabian Halbig (Fabi) … durch die U-Bahnen…
Maximilian Schlichter (Max) .. haben so gesehen eine legendäre Partynacht mitgefilmt mit dem Handy.
CHEXX Es soll schon ein positiver Song sein.
Jo Auf jeden Fall. Ich würde sagen, man kann den Song auf zwei Ebenen interpretieren. Aber die offensichtliche ist natürlich diese Partysong
-Ebene.
CHEXX Um jetzt mal auf das Album einzugehen: was habt ihr geschrieben, wie habt ihr euch weiterentwickelt? Ihr habt euch ja zum Schreiben auch in eine Hütte in Österreich eingeschlossen, um da zu dritt kreativ zu werden. Was ist letztendlich das Ergebnis auf dem neuen Album, das ihr auch das erste Mal selber produziert und aufgenommen habt?
Jo Also für uns ist natürlich der Schritt, dass wir alles selbst gemacht haben, ganz groß gewesen und wir haben dann natürlich auch viel ausprobiert mit dem neuen Album. Musikalisch ist es glaube ich unser ausgereiftestes Werk bisher, und textlich hat sich da natürlich auch einiges verändert, weil ich zum Beispiel im letzten Jahr umgezogen bin und Fabi macht jetzt sein Abi, da kommen schon viele Themen auf, die man da dann verarbeiten kann. Und so hat es sich dann im Album Ein bisschen Zeitgeist
niedergeschlagen. Auf jeden Fall freuen wir uns jetzt sehr, mit dem Album auf Tour gehen zu können.
Fabi Wir sind sehr stolz, wenn man das hier so sieht…
Max Ja, ein Jahr nach dem letzten Album, das ging ja jetzt recht zack auf zack
.
CHEXX …recht zügig eigentlich, ja. Sagt mal, eine Frage habe ich allerdings. Wer hat sich denn das Cover ausgedacht? Ich hatte ernsthafte Probleme, überhaupt darauf zu lesen oder zu erkennen, dass das die Songs sein sollen.
Jo Das ist ja auch der Anspruch. Also erstens: das Cover stammt vom besten Grafiker der Welt, den wir an dieser Stelle grüßen wollen. Und zweitens es ist ja so ein Album, das man einerseits gerne ganz durchhören soll, andererseits dich natürlich auch mit dem Artwork auseinandersetzen soll…
Fabi …einfach auch mal genauer damit beschäftigen…
Jo … also einfach mal ne halbe Stunde Zeit nehmen und dann geht es auch. Ich meine, die meisten Leute werden sich das eh legal auf iTunes laden, da ist das Cover zwar auch dabei, aber da ist es ja dann nicht so wichtig. Für alle anderen, die was in der Hand halten wollen, ist es natürlich was zum Anschauen.
CHEXX Also ich habe gesucht und gesucht, und irgendwann meinte dann mein Kollege Mensch Sarah, die stehen doch da außen drauf
. Ich habe mich also schon ein bisschen mit eurem Album beschäftigt und es dann auf jeden Fall geschafft. Max, wie sieht denn so ein typischer Killerpilze-Fan aus, kann man den beschreiben? Ist es der Teenie, der euch jetzt schon seit fünf bis acht Jahren, oder sogar schon fast zehn Jahren, die es euch ja gibt, eigentlich die Schulband
, kennt, oder ist es der eingesessene Punkrocker, der dann bei euch auf den Konzerten steht, gibt es da so einen typischen Fan?
Max Ich glaube, so etwas gibt es nicht. Das kann man jetzt nicht pauschalisieren, wie unsere Fans aussehen. Man muss natürlich schon sagen, dass unser Publikum mit uns mit gewachsen ist, sie sind auf jeden Fall älter geworden, es kommen jetzt auch viele Jungs auf die Konzerte, das hat sich schon gewandelt von diesem Teenieband-Image. Irgendwie sind wir schon seit dem letzten Album einen Schritt weiter und das sieht man natürlich auch im Publikum. Natürlich sind auch Mädels da, aber genauso sind auch Jungs da.
Jo Wir haben eine ganz gesunde Mischung. Was natürlich immer gut ist: wenn Mädels aufs Konzert kommen, dann kommen auch die Jungs. Und das ist ein großer Vorteil von uns. Aber wie gesagt, da sich das auch musikalisch stetig weiterentwickelt und wir nicht mehr auf dem Stand von vor fünf Jahren sind, kommen da auch neue Leute, und das freut uns natürlich sehr.
CHEXX So soll es ja sein, dass immer wieder eine gesunde neue Mischung entsteht an Fans. Und ich glaube, dass ist bei euch definitiv der Fall, weil ihr auch relativ früh begonnen habt mit der ganzen musikalischen Karriere. Fabi, du warst ja gerade mal 13, oder als die Band gegründet wurde gerade neun.
Fabi … jetzt bin ich elf. (lacht)
CHEXX Jetzt bist du schon achtzehn, also endlich volljährig. Komm komm.com heißt auch die aktuelle Tour. Ihr seid auch in Berlin.
Jo Im Magnet, wir freuen uns sehr. Das ist ja ein legendärer Club und wir haben da schon sehr viele schöne Partys gefeiert. Dass wir da jetzt auf der Bühne stehen dürfen, ist super. Und außerdem ist es die erste Stadt, wo das Konzert hoch verlegt wurde, also das freut uns sehr.
CHEXX So eine große Nachfrage gibt es in Berlin!
Jo Ja, ich hoffe es bleibt jetzt so, nach diesem wunderbaren Interview.
Fabi Vielleicht spielen wir dann am Schluss mal in der O2-World. Aber auf jeden Fall jetzt die Tickets holen!
CHEXX Vielen Dank und weiterhin viel Erfolg.
