
Azulnennt sich das dritte Album der gebürtigen Brasilianerin Bê, ein Album, das der blauen Stunde huldigt, der Zeit der Dämmerung, wenn die Schatten lang werden und die Gedanken in die Ferne schweifen. Songs mit denen Betina Ignacio, die ihre Freunde schon seit Kindesbeinen Bê nennen, ihre Selbstfindung mit uns teilt und das Beste der beiden Welten, die sie ausmachen, zusammenführt. Als Tochter einer deutschen Mutter und eines brasilianischen Vaters, wuchs sie auf in Monte Azul, Sao Paolo, durch eine schwere Krankheit im Teenageralter vom Leben geprüft und nennt doch ihre Karriere als Sängerin und Songwriterin ihre größte Herausforderung.
Ich hatte zwar Gelegenheit durch eine Theaterausbildung und die Arbeit als Model viel Selbstbewusstsein zu entwickeln, aber als Sängerin mit der Musik Eins zu werden, war ein viel längerer und von Zweifeln behafteter Prozess.Mit diesem Album ist sie angekommen. Reife und Gelassenheit prägen ihre Gedanken und somit auch ihr Werk. Wenn Bê über den Ursprung dieser Gelassenheit spricht, gerät sie ein wenig ins Schwärmen.
Die ersten beiden Alben tragen eher das Prädikat speziell, weil sie aufwendig in Brasilien, Deutschland und in den USA produziert wurden. Azul hingegen ist komplett am Wasser, am Meer komponiert worden! Ganz nah dran am Ursprung, ohne großen Technikaufwand. Die Stücke haben so viel Tiefe, Harmonie und Sehnsucht; so war für mich klar, dass nur dieses Wort, diese Farbe Azul (Blau) dem Rechnung tragen kann.
