
Psychowieder auf höchstem Niveau stimuliert werden. Kompromisslose Hammerbuden wechseln sich ab mit fein gesponnenen Moll-Tracks und erhabenen Pop-Songs, alles folgt einer ausgefeilten Dramaturgie, die das komplette Durchhören der Platte am Stück zu 70 Minuten Quality-Time im Viervierteltakt veredeln - ein Umstand, den man bei einem Club-Act nicht genug preisen kann. Und weil Singen das Einzige ist, was unsere Helden nicht können, geben sich natürlich auch bei
Psychowieder hochkarätige Gastvokalisten die Klinke in die Hand. Es erzählt eine stimmige Geschichte, dieses Album. Dazu sprudelt es vor musikalischem Ideereichtum, legt eine frappierende Cleverness an den Tag, zeugt von weltmännischer Gewandtheit und Berliner Lässigkeit zugleich. Wenn die zwei Berliner so weitermachen, stehen demnächst Madonna, Kylie Minogue und Lady Gaga auf der Matte und wollen sich ihre Platten von ihnen produzieren lassen.
